„Ich bin kein Kunstphotograph. Ich bin kein Hobbyphotograph. Ich nutze schlicht meine Kameras, um festzuhalten, was ich sehe, was mir auffällt.“

In den siebziger Jahren hat er sich eine gebrauchte Asahi Pentax Spotmatic samt toller Tele- und Makroobjektive gekauft und damit herumprobiert. Das beste, was ihm damit je gelungen ist, waren Aufnahmen einer totalen Sonnenfinsternis: Als auch eine ultrakurze Belichtungszeit mit der kleinsten Blende nicht ausreichte, hielt er einfach eine alte ABC-Schutzbrille aus seiner Bundeswehrzeit vor das Objektiv. Das Ergebnis war umwerfend.

Leider ist die Kamera irgendwann einmal hingefallen, der Belichtungsmesser war abgebrochen, die Reparatur wäre möglicherweise teurer geworden als eine neue Kamera. Also hat Wutz erst einmal keine Photos mehr gemacht, später mit Allerweltskameras Urlaubsbilder geknipst..

Bis er im April 2005 zum Geburtstag eine kleine Digitalkamera geschenkt bekommen hat, eine Olympus mju-mini Digital. Mit ihr hat er sein bisher vielleicht schönstes Foto aufgenommen, eine Morgenstimmung am Strand von Formentera.

Klein, wie diese Mini-Olympus ist, passt sie ja in die Hosentasche. Er hat sie immer und überall mit dabei gehabt. Und benutzt. Es hat sie niemand gezählt, aber über 100.000 Bilder sind inzwischen ganz bestimmt auf Festplatten im Schließfach der Hamburger Sparkasse gesichert. Die meisten freilich nicht von der Olympus. Andere Typen und Kaliber haben sie längst abgelöst. Aufwändige Projekte fotografiert Josef Wutz heute mit der Sony Alpha 6300 (Inseltraum 2ff.), für alles, was ihm zufällig begegnet, nutzt er die hervorragende Kamera seines Sony Xperia Smartphones (FreiRaum).

Josef Wutz lebt und arbeitet überwiegend in Hamburg. Er hat vier Jahrzehnte in verschiedenen Bereichen der Filmwirtschaft gearbeitet und selbst Regie bei einem Dokumentarfilm geführt: KALIFORNIEN HAT KEIN KINO - zu sehen auf vimeo.

http://www.aries-photos.de